Polymedikation


Polymedikation oder auch Multimedikation genannt liegt dann vor, wenn ein Mensch mehrere verschiedene Medikamente als Dauermedikation parallel einnimmt. Werden 5 oder mehr Medikamente parallel eingenommen, spricht man in der Regel von Polymedikation.

Polymedikation ist in Deutschland häufig verbreitet.
Das liegt unter anderem auch daran, dass mehrere Ärzte und Therapeuten eines Patienten sich nicht ausreichend genug untereinander abstimmen. Häufig existiert kein Medikamentenplan (Verlinkung zu Medikamentenplan) und Arzneimittel werden bei verschiedenen Apotheken gekauft. Damit hat – außer dem Patienten – keiner den kompletten Blick über die einzunehmenden Medikamente und somit können auch keine Hinweise zu eventuellen Unverträglichkeiten gegeben werden.
Die Polymedikation birgt eine Menge Risiken für Patienten, die zum Teil schwere Wechselwirkungen (Verlinkungen zu Wechselwirkungen) auslösen können. Zum Beispiel bei Veränderungen der Risikofaktoren, des Krankheitsbildes oder bei unabgestimmter Selbstmedikation des Patienten, um nur einige wenige zu nennen.